Der Bau der U-Bahn war eine Innovation, die in den 1960er Jahren weit in die Zukunft gewiesen hat. „München wird moderner“ hieß es auf hellblauen Tafeln, die das städtische U-Bahn-Referat 1965 an den zahlreichen Baustellen der Stadt anbringen ließ. Während der Individualverkehr weiter durch das Zentrum rollte und der Stachus als verkehrsreichster Platz Europas im Stau erstickte, wurde im Untergrund an der Mobilität der Stadtgesellschaft von morgen gearbeitet.[1] Anfang der 1970er Jahre wurden die ersten Stationen eröffnet. Das U-Bahn-Netz verbindet heute Orte in der gesamten Stadt. Die U-Bahn-Station Hasenbergl existiert erst seit 1996, zuvor waren es Trambahnen (Linien 8, 13) und Busse, die den Stadtteil erschlossen und das Quartier mit der Stadt verbunden haben. Auf einer Fläche von rund 30 Quadratkilometern leben im gesamten Stadtteil Feldmoching-Hasenbergl mehr als 60.000 Menschen, die meisten von ihnen im Quartier Hasenbergl-Lerchenau Ost. Welche Rolle kommt der U-Bahn-Anbindung nach knapp dreißig Jahren zu?
[1] Egger, Simone (2013): München wird moderner. Stadt und Atmosphäre in den 1960er Jahren. Bielefeld.


